Die dauernden Spielausfälle haben für den Berichterstatter natürlich einen großen Vorteil: er kann sich durchaus mal 14 Tage Zeit nehmen, um seinen Report zu verfassen. So wie diesmal. Kaum waren 4 Wochen um, schon gab es wieder ein Spiel.

8.11.14. Es geht gegen den GSV Geldern, der in den vergangenen Spielen meist gern gesehener Gegner war. Herrlicher Sonnenschein, angenehme 12°C und trotzdem nur 11 Mann plus Paul als Gastspieler. Paul ist fast immer verfügbar, wenn man ihn fragt (Danke, Paul!) und spielt pro Saison vermutlich häufiger als die meisten eingetragenen AH-Spieler. Schon schräg irgendwie. Aber auch Geldern hat gerade mal 11 zusammen; kein Wunder, dass man sich von Beginn an beiderseits entscheidet, nicht hart auf die Knochen zu gehen.

AH-Obmann Klaus, in attraktivem Müllmann-Orange gewandet, pfeift die Partie in gewohnt unbestechlicher Manier. Um es voraus zu schicken – bei Regen wäre seine Pfeife sicher voll Wasser gelaufen, denn er musste sie nur dreimal benutzen, je einmal für An-, Pausen- und Schlusspfiff.

Nach 8 Minuten die erste richtige Torchance, als Andi nach etwas verunglücktem Martin-Dribbling an der rechten Eckfahne an den Ball kommt und zielsicher in die Mitte flankt, wo Reinhard mutter-und vaterseelen-allein per Kopf einnickt. 1:0. Eintrag ins Zeugnis: „die Mannschaft hat einen guten Anfang gemacht“.

Das Spiel geht unaufgeregt weiter. Der Ball läuft gut hinten rum, wo Axel in der noch mit Luggi, Klaus und Dirk besetzten Abwehr klug Regie führt. Über das Mittelfeld mit Hascha, Christian, Andi und Uwe laufen sehenswerte Spielzüge. Und da beide Parteien sich ein echtes Altherrenspiel liefern (heißt: man lässt sich gegenseitig spielen und tut sich nicht weh), ist die Partie nett anzuschauen. Nach einer Viertelstunde fängt Andi einen im Aufbau befindlichen Angriff des Gegners ab, spielt klug quer zu Hascha, der einen Gegner austanzt (lambada-ähnlich) und überlegt links zu Reinhard spielt. Ein Haken um den Torwart herum und zack … hat ihm der Torwart die Pille noch vom Fuß stibitzt.
Wir sind leicht überlegen, aber auch der GSV spielt sehenswert mit, allerdings nicht sehr gefährlich. Die nächste Chance ist wieder für uns: Christian’s Schuss geht aber knapp oben rechts am Winkel vorbei.

Zwischendurch hat der Verfasser das Vergnügen, zusammen mit Dieter und Günni unseren Ex-Kollegen Lamnour Abbadi zu begrüßen, der mit seinem Neffen vorbei kommt – leider ohne Schuhe (natürlich hat er Schuhe an, aber die taugen nix zum Kicken).

Der perfekte Angriff des Spiels kurz vor der Pause führt leider nicht zum Tor: über Klaus, Martin mit No-Look-Pass, Reinhard kommt ein präziser Pass in die Mitte zu Christian, der eigentlich nur einlochen muss. Genau die 17 Quadratzentimeter, auf denen er steht, sind aber offensichtlich glatt, so dass er beim Antritt ausrutscht und den Ball nicht voll erwischt. Trotzdem schön gespielt.

Dann ist Pause. Der GSV hatte einen gefährlichen Angriff, da war bei uns schon mehr zu sehen. Verdient also, die Führung. Und doch gab es zwischendurch einen weiteren Pfiff – Klaus hat ein richtiges Foul pfeifen müssen. Angespannte Atmosphäre geht anders.

Zur Pause kommt auch Picko mit seiner Erika (damit wir uns nicht missverstehen: er kommt nicht ins Spiel, sondern zum Schauen). Der Mittagsschlaf hat wohl etwas länger gedauert (es ist 16:40h …).

Paul kommt für Andi rein und Martin haut dem Keeper voll eine rein – seine Direktabnahme ist ein Strahl erster Güte, trifft den Keeper aber genau auf der Brust. Und es müffelt auch in den nächsten Minuten nach 2:0, denn erneut kann der Goalie ein Geschoss von Martin entschärfen. Und auch der nächste Konter ist brandgefährlich: Abwurf Bernd auf Klaus, der auf Uwe, der direkt zu Reinhard in die Gasse. Mannomann, toll anzusehen! Dann verschieben sich die Feldanteile ein wenig – Luggi und Dirk müssen gemeinsam in letzter Not klären und Geldern hat beschlossen, die Anstrengungen zu erhöhen. Man spielt schön hinten herum, nimmt auch den Torwart an der Strafraumgrenze mit, der den Ball führt, den auf ihn stürmenden Christian genau auf den oben genannten 17 Quadratzentimetern umspielen will und prompt fällt. Christian muss nur noch den Ball nehmen, sich drehen und ihn rein kicken. Aber diese verflixten 17 Quadratzentimeter vor dem Strafraum – glatt wie Eis. Auch er rutscht aus und der Ball verfehlt das Tor. Pech.

10 Minuten vor Schluss eine von Martin’s Kanonen-Ecken. Kopfball Uwe, 2:0. Mann, kann das einfach sein.

Martin geht raus, Andi kommt noch mal rein und wir haben den Gegner für den Rest des Spiels im Griff. Und schließlich Ende eines Spiels, das auf beiden Seiten den Stempel „strukturiert“ bekommt. 2:0 spiegelt den Spielverlauf ausreichen wider.

Ran ans Fässchen „Alt“, das (s. Anlage) von Ralf Reichhardt mit ausgefeilter Logistik geliefert wird.

Es spielten:

Christian Wetzels, Dirk Ehring, Klaus Gores, Uwe Wolf, Bernd Fischermann, Axel Felke, Andreas Laege, Martin Roerthmans, Ludger Sibben, Reinhard de Lange, Wolfgang Saris und Paul Hagmans.

Tore: Reinhard und Uwe je 1

 

Mit sportlichem Gruß

F.R.

 

 

 

SV 19 SEVELEN E.V. IN KOOPERATION MIT

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